Reinhard Knodt, seit 2007 Literaturpreisträger der Bayerischen Akademie der schönen Künste, spannt im "Brief an den Turmschreiber" den Bogen von der keltischen Besiedelung Frankens über die heilige Walburga bis zur humorig-bitteren Kritik an fränkischen Bausünden, schwadroniert aber auch über die profanen Aufgaben eines Stadtschreibers, der sich regelmäßig in der Gegend zwischen Dinkelsbühl, Gunzenhausen und Wolframs-Eschenbach verfährt und verläuft. Zwischen Tabakanbau, dem Besuch eines ländlichen Golfplatzes und nächtlichen Streifzügen zur Burg Spielberg wuchert ein in sich verschlungener Kosmos, in dem sich Alltäglichstes und Wichtiges, Heiliges und Unheimliches vermischen - im wahrsten Sinne des Wortes eben "Mitteilungen über Abenberg, Gott und die Welt", wie es im Untertitel des Buches heißt. Ein unkonventionelles und anmutiges Frankenportrait, das zwischen philosophischem Vademecum und ironischem Geschichtenerzählen pendelt. Das Buch wird am 29. April 08 im Stilla-Saal der Burg Abenberg der Öffentlichkeit vorgestellt.Die Idee, in Abenberg eine Turmschreiberschaft einzurichten, stammt vom ehemaligen Kulturamtsleiter Reinhard Wechsler des Landkreises Roth. Mittlerweile ist auf der berühmten Burg Abenberg, die auch durch Wolfram v. Eschenbachs Parzival bekannt wurde, der Schottenturm für die Belange eines Turmschreibers ausgebaut. Das Projekt gedeiht also und wird nach den Vorstellungen des Bürgermeisters nun in regelmäßiger Folge bekannte bundesdeutsche Literaten nach Abenberg führen.
Weitere Lesungen mit Reinhard Knodt bis Juni 2009 in Planung.
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Kulturbüro Schels
im Atelier- und Galeriehaus Defet
Michael Schels
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